das unwetter war wohl heftig. wurde mir zumindest erzählt, ich hab schön gepennt.
zum thema vorurteile: vorurteile sind wichtig, weil man nicht ständig die zeit und gelegenheit hat, jeden menschen einzeln kennenzulernen. da man aber einschätzen muss, wie der andere reagiert, teilt man ihn in bekannte muster ein (urzeitmensch denkt quasi: Säbelzahntiger = gefahr, egal, ob er grad hunger hat oder nur ein nickerchen macht, mensch vom Stamm XY = gefahr, 3 andere von dem stamm haben uns schon angegriffen). sowas rettet sich ja bis in die heutige zeit. und da wir ständig situationen abschätzen müssen, helfen uns die vorurteile, das schneller zu machen.
die gefahr ist jetzt nur, sich dann darauf zu verlassen und einzelne situationen nicht mehr zu analysieren, wenn wir es können. das sind dann die tücken und der grund, warum vorurteile einen so schlechten ruf haben.
gut und böse sieht jeder mensch ganz individuell. ich z.b. sehe es als gesetzeswidrig an, nachts um 23 Uhr laut hupend durch die stadt zu fahren. das ist zum einen in geschlossenen ortschaften nicht erlaubt und zudem ist es nach 22 uhr, also nachtruhe. wiederum andere finden es toll und sehen mich als böse, weil ich das nicht einsehe.
und der gipfel des ganzen ist, wenn ganze völker sich gegenseitig jahrzehnte lang aufschaukeln, bis es genügt, dass man weiß, dass der andere von der "bösen" nation ist (z.b. israel vs. palästinenser, türken vs. kurden, äthopier vs. eriträer, franzosen vs. rest der welt...). das sind dann pure vorurteile und die menschen können sich gar nicht mehr darauf einlassen, das gegenüber kennenzulernen, weil der ja von grund auf böse ist.
warum schreib ich eigentlich soviel im stammtisch? das liest eh höchstens die hälfte und davon versteht es dann maximal nochmal die hälfte.