Über 1,6 Promille beim Fahrradfahren

  • Nabend,
    ich war Samstag auf 'nem Geburtstag und war ziemlich voll. Weiß auch nicht mehr alles vom Abend.
    Anschließend bin ich mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und wurde unterwegs von der Polizei angehalten.
    Erstmal sollte ich meine Augen schließen und irgendwann wieder aufmachen und dann auf den Finger des Polizisten schauen und da gab's schon das erste Problem. :D
    Meine Augen haben sich irgendwie gar nicht mehr eingekriegt.
    Dann sollte ich pusten und anscheinend war mein Wert über 1,6 Promille, weil die mich mit in die Wache genommen haben und dort sollte ich ne Blutprobe abgeben. (Wie viel Promille es beim Pusten waren wollten die mir nicht sagen, es hieß nur ''gewaltig'', allerdings denke ich schon das es an die 2 Promille war)


    Dann sollte ich noch einige Sachen machen, wie auf der Stelle drehen und dann ne bestimmte Strecke gehen.
    Oder mit Augen zu auf meine Nase packen ... Allerdings war ich schon ziemlich betrunken und weiß ehrlich gesagt nicht mehr ob ich das alles einwandfrei auf die Reihe bekommen habe.


    Jetzt bekomme ich in 2 Wochen Post meinte der liebe Polizist, aber was alles auf mich zu kommen würde konnte er mir nicht zu 100% sagen.
    Darum frage ich mal hier ob es schon jemanden gibt der mit sowas Erfahrung gemacht hat.
    Ich selber bin noch nie ''negativ'' aufgefallen.


    Im Internet stehen auch Sachen von ganz wenig Strafe bis hin zur Freiheitsstrafe. :D


    Höchstwahrscheinlich nen MPU (Schon jemand Erfahrungen damit ?) und/oder Fahrverbote (für wie lange ?!) .. Geldstrafe, Punkte ?!

  • Niemals freiwillig den Bluttest machen.



    Wenn du so voll bist würdest du sogar deine Eltern verkaufen.

    Rechtschreibfehler sind Spezialeffekte meiner Tastatur und dienen ausschließlich der allgemeinen Belustigung!!!

  • Niemals freiwillig den Bluttest machen.



    Das Pusten bzw Schnelltests darfst du verweigern.
    Mehr nicht.
    Den Bluttest kannst du zwar auch verweigern, wenn Sie dich aber schon mit auf die Wache nehmen holen Sie sich das ok vom Richter oder lassen den Test unter "Gefahr in Verzug" laufen. Sobald du also auf der Wache bist kannst du denen gar nichts mehr.

  • Ist mir schon klar, aber trotzdem kann es nur Vorteile haben, denn es bringt Zeit, es können eventuell Verfahrensfehler gemacht werden, die man hinterher anfechten kann und noch so manch anderes. Immer wenn man freiwillig einem solchen Test zustimmt, belastet man sich quasi selbst, außer man weiß, dass man nichts zu verlieren hat.

  • Es kann rein gar nichts passieren.
    Was soll da bitte passieren? Sie nehmen dich mit auf die Wache, rufen den Bereitschaftsrichter an und bitten ihn darum die Probe durchführen zu dürfen. Sagt er ja -> Arzt kommt , Wird er nicht erreicht -> Gefahr in Verzug -> Arzt kommt trotzdem.


    Und die Polizisten sind immer zu zweit, versuch DA mal ein Verfahrensfehler anzufechten. Da wirst du niemals eine Chance haben.


    Edit:
    Und selbst wenn Sie die Blutprobe 4 Stunden später nehmen, es wird auf den Tatzeitraum zurück gerechnet.

  • Und diese Rückrechnungen sind so ausgelegt, dass sie niemals mehr errechnen, als du wirklich hattest (gesetzlich geregelt). Und Verfahrensfehler passieren da schneller als gedacht. Im Familienkreis kam das jemandem von mir schon zugute, wo der Anwalt dann ziemlich einfach den Bluttest anfechten konnte.


    https://www.lawblog.de/index.p…oholsunder-wissen-sollte/

  • Läuft ja übelst bei mir. ^^
    Jemand vielleicht weitere Erfahrungen damit gemacht ?
    Oder mit der MPU ?


    Jo. Bei der MPU herrscht eine Durchfallquote von 70-80% im ersten Anlauf und die kostet bei Alkoholdelikten um die 450€.
    Dort wirst du Fragen zu deinem Alkoholverhalten beantworten müssen (dafür musst du dich aber bereits im Voraus mit diesen Fragen befassen und dich wirklich damit auseinandersetzen, sonst haste direkt verkackt). Du musst deinen im Prinzip weiss machen dass du aus einem bestimmten Grund in dieser Menge getrunken hast und du diesen Grund nun hinter dir gelassen hast. Ich würde schonmal aufhören zu trinken (wegen Leberwerte), 1,6 gilt bei denen schon als krank.
    Du musst denen da ausserdem verklickern dass du entweder gar nicht mehr oder nur noch 3 Bier im Monat trinkst, alles andere ist für die ebenfalls krank.


    Dann werden deine Leberwerte dort überprüft und es findet ein psychologisches Gespräch statt. Nach nen paar Wochen erhältst du dann Rückmeldung ob du deinen Führerschein wiederbekommst. Den neu zu beantragen kostet auch nochmal 150€.


    Falls du unter 21 bist bekommste ausserdem Sozialstunden und evtl. Suchtberatung aufgebrummt.


    Hab das schon hinter mir.


    gg

  • Das Pusten bzw Schnelltests darfst du verweigern.
    Mehr nicht.
    Den Bluttest kannst du zwar auch verweigern, wenn Sie dich aber schon mit auf die Wache nehmen holen Sie sich das ok vom Richter oder lassen den Test unter "Gefahr in Verzug" laufen. Sobald du also auf der Wache bist kannst du denen gar nichts mehr.


    Naja du kannst den verweigern und dann brauchen die nen AMtsarzt. Und bis der da is haste auf jeden Fall schon was abgebaut. Kann nie schaden

  • Naja du kannst den verweigern und dann brauchen die nen AMtsarzt. Und bis der da is haste auf jeden Fall schon was abgebaut. Kann nie schaden


    Wenn du verweigerst holen die sich eben ne Bescheinigung vom Richter.
    Ich denke es ist der billigste Weg sich einfach drauf einzulassen.
    Und die vergangenen Stunden werden nach irgendeinem Schema wieder draufgerechnet.


    Haltet die Bullen doch nicht für blöder als sie sind. Wenn alles so einfach wäre...



    Und wer die Knete hat da einen halbwegs guten Rechtsverdreher zu engagieren für 800€, damit die CHANCE besteht, dass ihr da nen bisschen besser rauskommt, bitte. Ist meiner Meinung nach aber rausgeschmissenes Geld

  • ich denke mal, die verweigerungstaktik ist sinnvoll, wenn man nur sehr wenig getrunken hat. wenn man dann nach ewigem hin und her den test macht und 0,0 rauskommt, können die ja nix mehr draufrechnen.

    Dieser Beitrag wurde noch nie editiert, zuletzt von »hangman« (Heute , 13:37)



    1355?mode=raw


    Skill ist, wenn Luck zur Gewohnheit wird


  • Hattest du nen bestimmten Vorbereitungskurs für die MPU ?


    Ich bin mal gespannt was passiert.
    In zwei Wochen bekomme ich Post meinte der Polizist nach der Blutuntersuchung. :p


    Schlangenlinien bin ich eigentlich nicht gefahren.. Bin wohl eher aufgefallen weil ich kein Licht hatte.


  • Das hat mit Blödheit nichts zutun, die sind halt an Gesetze gebunden und ohne diesen AMtsarzt dürfen die dir kein Blut abnehmen wenn du nicht willst. Und alles andere kannst du sowieso ablehnen.


    Soweit ich weiß wird auch nichts draufgerechnet da die Körper zu verschieden reagieren.



    Auch kosten wird es dir normal nichts. Denn du beanspruchst nur dein Recht, nicht mehr.

  • Ja natürlich Amtsarzt. Wer soll dir denn sonst das Blut abnehmen? Die Polizei selber?
    Ich hab das jetzt so verstanden dass hier jemand den Amtsarzt verweigern will. Und dann kommt wiegesagt einfach der Wisch vom Richter dass er das machen darf.




    Quote

    Hattest du nen bestimmten Vorbereitungskurs für die MPU ?


    Ne, schau mal in Internetforen zu dem Thema nach. Da ist die Beratung erstaunlich professionell. Auch individuell.
    Das Problem bei den Vorbereitungskursen ist, dass die jeder Huen halten darf. Sprich, wenn du Bock hast könntest du das auch einfach anbieten. Da muss man auch erst mal an den richtigen geraten, + diese Vorbereitunskurse sind oft noch teurer als die MPU selber.

  • Schau mal hier rein, da wird jeder ganz individuell beraten und man kann sogut wie alles nachlesen. Was man sagen sollte, was man besser lassen sollte etc.
    http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/
    Aber ich würde jetzt erstmal deine Ergebnisse + auch mglw. das Verfahren abwarten. Vielleicht wars du ja auch unter 1,6 oder man lässt irgendwie Gnade vor Recht ergehen weil du nur auf dem Fahrrad unterwegs warst.